{"id":12,"date":"2019-09-23T18:45:17","date_gmt":"2019-09-23T16:45:17","guid":{"rendered":"http:\/\/johannes-klier.de\/web\/?page_id=12"},"modified":"2024-06-23T10:58:33","modified_gmt":"2024-06-23T08:58:33","slug":"news","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/johannes-klier.de\/web\/news\/","title":{"rendered":"News"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neuerscheinung \u2013 Urtext Erstausgabe<\/h2>\n\n\n\n<p>Am 01. Dezember 2021 ist im Guitar Archive von Schott Music die Urtext-Ausgabe von Manuel de Fallas einziger Gitarrenkomposition <em>Homenaje a Debussy<\/em> erschienen. Es handelt sich hierbei gut 100 Jahre nach ihrem Erscheinen um die Erstausgabe dieser Komposition, da das handschriftliche Autograph erst k\u00fcrzlich in der Bibliothek der FUNDACI\u00d3N ARCHIVO MANUEL DE FALLA in Granada entdeckt wurde.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"777\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/De-Falla-Homenaje-a-Debussy-777x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-299\" srcset=\"https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/De-Falla-Homenaje-a-Debussy-777x1024.png 777w, https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/De-Falla-Homenaje-a-Debussy-228x300.png 228w, https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/De-Falla-Homenaje-a-Debussy-768x1012.png 768w, https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/De-Falla-Homenaje-a-Debussy.png 830w\" sizes=\"auto, (max-width: 777px) 100vw, 777px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Manuel de Falla (1876\u20131946)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Homenaje a Debussy<\/em> f\u00fcr Gitarre solo<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.schott-music.com\/de\/homenaje-a-debussy-noc451006.html#id=451006\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Schott Music GA 578<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>In der Geschichte der Gitarre und ihrer Musik geschah es erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts, dass Komponisten, die selbst nicht Gitarre spielten, f\u00fcr das Instrument zu komponieren begannen. Hinter dieser Entwicklung stand stets die Freundschaft zwischen dem jeweiligen Komponisten und einem Gitarristen: etwa von Miguel Llobet und Manuel de Falla, Andr\u00e9s Segovia und zahlreichen Komponisten wie Federico Moreno Torroba, Alexandre Tansman, He\u00edtor Villa-Lobos oder Joaqu\u00edn Turina \u2013 um nur einige zu nennen. Im englischsprachigen Raum ist diese Herangehensweise vor allem Julian Bream zu danken, der namhafte Komponisten zu Gitarrenkompositionen anregte: Benjamin Britten, Hans Werner Henze, Richard Rodney Bennett, William Walton und Malcolm Arnold.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles beginnt mit dem Jahr 1920. Lange Zeit war man der Meinung, dass Manuel de Fallas <em>Homenaje a Debussy <\/em>die erste Komposition f\u00fcr Gitarre eines Nicht-Gitarristen im 20. Jh. gewesen sei. Heute wissen wir, dass das so nicht ganz stimmt. Es war Federico Moreno Torroba, der im Fr\u00fchjahr 1920 \u2013 wenige Monate vor de Fallas Komposition, mit <em>Danza<\/em> die erste Komposition f\u00fcr Gitarre im 20. Jh. als Nicht-Gitarrist schuf.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit nicht genug. Die Geschichte von Manuel de Fallas einziger Gitarrenkomposition <em>Homenaje a Debussy <\/em>ist zun\u00e4chst eine Geschichte von Missverst\u00e4ndnissen, Fehlinterpretationen und Manipulationen des Notentextes. Dies konnte geschehen, weil das Autograph der <em>Homenaje<\/em> als verschollen galt und daher jahrzehntelang eine verwirrende Anzahl verschiedenster Editionen existierte. Erst vor wenigen Jahren wurde das handschriftliche Autograph im Archivo Manuel de Falla in Granada entdeckt. So kann erst jetzt die wahre Geschichte der <em>Homenaje<\/em> erz\u00e4hlt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Essay <a href=\"https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Johannes-Klier_Manuel-de-Falla_Homenaje-neue-Internetfassung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die <em>Homenaje a Debussy <\/em>f\u00fcr Gitarre solo von Manuel de Falla \u2013 Entstehungsgeschichte, Urtext, Analyse<\/a> kann man die ausf\u00fchrliche Geschichte dieses St\u00fccks und eine musikalische Analyse nachlesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:80px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<div style=\"height:80px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neuerscheinung \u2013 Erstausgabe<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Oktober 2019 ist im Schott-Verlag meine Rekonstruktion eines Gitarrenst\u00fccks aus dem Jahre 1931 erschienen, das zwar Gitarrengeschichte geschrieben hat, das aber trotzdem bislang nicht in einer Notenausgabe erh\u00e4ltlich war:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns has-2-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"658\" src=\"https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/01_Ponce_Edition_Titel.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-185\" srcset=\"https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/01_Ponce_Edition_Titel.jpg 500w, https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/01_Ponce_Edition_Titel-228x300.jpg 228w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p>Manuel Ponce (1882\u20131948)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Pr\u00e9lude \u201eSilvius Leopold Weiss\u201c<\/em> f\u00fcr Gitarre solo<br><br><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Schott Music GA 576&nbsp; (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/de.schott-music.com\/shop\/prelude-silvius-leopold-weiss-no385364.html\" target=\"_blank\">Schott Music GA 576&nbsp;<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die Geschichte des Pr\u00e9ludes \u201eSilvius Leopold Weiss\u201c lag viele Jahrzehnte im Dunkeln. Wir wissen nur, dass das Gitarrenst\u00fcck \u2013 als Werk von Silvius Leopold Weiss bezeichnet \u2013 ab 1931\/32 regelm\u00e4\u00dfig im Repertoire von Andr\u00e9s Segovia auftauchte. Aber erst Mitte der 1980er Jahre gab es gesicherte Belege daf\u00fcr, dass Manuel Ponce der Komponist dieses au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gitarrenwerkes ist und er es auf Bestellung von und f\u00fcr Andr\u00e9s Segovia komponiert hatte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl das St\u00fcck seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Werken Ponces f\u00fcr Gitarre solo geh\u00f6rt, hat es Segovia nie in seinem \u201eGitarren-Archiv\u201c im Schott Verlag ver\u00f6ffentlicht. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig. So ist das Original-Manuskript seit der Pl\u00fcnderung von Segovias Wohnung in Barcelona in den ersten Tagen des Spanischen B\u00fcrgerkriegs wie viele andere seiner Manuskripte verschollen \u2013 einer der Gr\u00fcnde, warum es bisher nicht als Originalwerk von Manuel Ponce ver\u00f6ffentlicht wurde. Das jahrzehntelange Versteckspiel um die Autorschaft ist ein weiterer gewichtiger Grund daf\u00fcr, dass das Pr\u00e9lude nie als gedruckte Notenedition erschienen ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schott Music hat nun meine Rekonstruktion dieses ber\u00fchmte Gitarrenst\u00fcck von Manuel Ponce aus dem Jahre 1931 erstmals ver\u00f6ffentlicht. Da das Autograph nicht mehr existiert, habe ich unter Ber\u00fccksichtigung aller verf\u00fcgbaren Quellen eine plausible Fassung rekonstruiert, die dem Original-Manuskript bzw. der Urfassung Ponces \u00fcberzeugend nahe kommt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Essay <a href=\"https:\/\/johannes-klier.de\/web\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Johannes-Klier_Das-Prelude-S.L.Weiss-_von-Manuel_Ponce_Internetfassung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Das Pr\u00e9lude \u201eSilvius Leopold Weiss\u201c von Manuel Mar\u00eda Ponce&nbsp; \u2013 Hintergr\u00fcnde zur Entstehungsgeschichte, Rekonstruktion und Analysen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Das Pr\u00e9lude \u201eSilvius Leopold Weiss\u201c von Manuel Mar\u00eda Ponce&nbsp; \u2013 Hintergr\u00fcnde zur Entstehungsgeschichte, Rekonstruktion und Analysen<\/a> kann man die ausf\u00fchrliche Geschichte dieses St\u00fccks, Erkl\u00e4rungen zu seiner Rekonstruktion und eine musikalische Analyse nachlesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuerscheinung \u2013 Urtext Erstausgabe Am 01. Dezember 2021 ist im Guitar Archive von Schott Music die Urtext-Ausgabe von Manuel de Fallas einziger Gitarrenkomposition Homenaje a Debussy erschienen. 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